EIG003 Open Access in Mathe

Es gibt wenig Dinge, die so kaputt sind, wie das wissenschaftliche Publizieren, gerade im Bereich Mathematik. Daher in dieser Folge ein paar Gedanken dazu.

Es ist etwas länger geworden und es gibt eigentlich noch so viel mehr zum Thema zu erzählen. Zum Beispiel ist es eigentlich erstaunlich, dass die klassischen Verlage die Existenz von Preprint-Servern mit den finalen Versionen von Papers dulden. Ich denke, das ist eine Errungenschaft, die von der Mathematik erkämpft wurde (was wiederum nur möglich war, weil die Mathematik klein genug ist).

Über den ganzen Bereich Fake Journale und Fake Science könnte man auch eine lange Folge machen. Das gibt es auch in der Mathematik. Ich verlinke hier aber besser keine Fake-Journals, sondern nur den erwähnten Talk von Svea Eckert und co.

Gold Open Access ist von der Politik favorisiert, nach Plan S. (Ja, der heißt wirklich so) Ich habe in der Folge auch kaum über den DEAL gesprochen, der Gold Open Access zementiert, den Verlagen hohe APC sichert und mir wie eine Notlösung erscheint, damit sich überhaupt mal irgendwas in Richtung Open Access bewegt. Für Fächer, die eine (grüne) Open Access Tradition haben, kann sich da aber auch einiges verschlechtern.

Wahre Open Access Pioniere in Kombinatorik sind beim Electronic Journal of Combinatorics. Und schließlich gar nicht erwähnt habe ich die arXiv Overlay Journals. Das sind Diamond OA Journale, die noch die Realität anerkennen, dass das Paper auf dem arXiv bereits veröffentlicht ist. Sie hosten also nicht nochmal, sondern die Webseite ist nur eine Sammlung von arXiv Links. Auch dazu noch ein Beispiel aus der Kombinatorik: Advances in Combinatorics.

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